Greifswald

Partnerschaft für Demokratie

Projekt “Kommunales Konfliktmanagement”

Greifswald ist eine von bundesweit 15 Kommunen, die für das Projekt “Kommunales Konfliktmanagement” (KoKoMa) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ ausgewählt wurden. Nach der Anlaufphase, in der sich die Stadt Greifswald gemeinsam mit dem freien Träger Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V. beworben hat, wurde der Kooperationsvertrag im Juli 2022 durch den Oberbürgermeister unterzeichnet.

Das Projekt KoKoMa soll zivilgesellschaftliche und kommunale Akteur:innen zur Analyse, Bearbeitung und Vorbeugung von Konflikten im lokalen Raum, die das friedliche Zusammenleben in Vielfalt sowie die freiheitlich demokratische Grundordnung bedrohen, befähigen. Dabei werden Konflikte lösungsorientiert und konstruktiv bearbeitet und als Chance und Anlass des gemeinsamen Austauschs, der Auseinandersetzung und Aushandlung verstanden. Es werden Verfahren und Strukturen zur Konfliktbearbeitung entwickelt und erprobt, die auch auf weitere Kommunen übertragen werden können.



Hierzu werden in den teilnehmenden Kommunen

  • Verfahren und Strukturen zur Konfliktbearbeitung entwickelt,
  • die Kommunikation, Kooperation und Handlungssicherheit der relevanten Akteur:innen verbessert und
  • ein nachhaltiges und lebendiges Netzwerk für den interkommunalen und Strukturebenen übergreifenden Austausch etabliert.

Übergeordnetes Ziel ist es, praxiswirksame Modelle für den Transfer in weitere Kommunen zu entwickeln und zu erproben. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Festigung demokratischer Prinzipien sowie zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Vielfalt geleistet.

In jeder teilnehmenden Kommune arbeitet ein Tandem aus einer lokalen und einer externen Prozessbegleitungsperson an der Umsetzung. Für Greifswald, arbeitet als lokaler Prozessbegleiter Jan Düsterhöft, angestellt beim freien Träger Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V. gemeinsam mit dem externen Prozessbegleiter Luca Gefäller von der Stiftung SPI mit der Servicestelle Kommunales Konfliktmanagement zusammen.

Hier sind weitere Informationen zum Projekt in einem Factsheet zusammengefasst.

Qualifizierung zum:zur kommunalen Konfliktmanager:in

Im Projekt Kommunales Konfliktmanagement (KoKoMa) wird in Greifswald ab Januar 2023 die kostenlose, modulare “Qualifizierung zum:zur kommunalen Konfliktmanager:in” angeboten. Dieses Reihe von interaktiven Workshops vermittelt Konflikttheorien, Methoden und Instrumente der Konfliktanalyse und -bearbeitung sowie der lösungs- und prozessorientierten Beratung. Das Angebot richtet sich an Personen aus Verwaltung und Zivilgesellschaft, die haupt- oder ehrenamtlich mit der Konfliktbearbeitung befasst sind.

Termine der Qualifizierung in Greifswald:

23.01./25.01.213 findet in der STRAZE statt, die folgenden Veranstaltungsorte stehen noch nicht fest. Jeweils von 9:00-16:00 Uhr mit einer 1 stündigen Mittagspause

22.03.2023

23.05./24.05.2023

11.09./12.09.2023

18.10.2023


Hier sind weitere Informationen zur Qualifizierung zu finden.

Das federführende Amt ist beim Beauftragten für Prävention und Beteiligung der Stadt Greifswald angesiedelt und hat im Projekt die folgenden Aufgaben:

  • Fungiert als Antragsteller und Zuwendungsempfänger der Förderung aus dem Bundeprogramm „Demokratie leben!“
  • Ansprechpartner vor Ort für das Bundesministerium
  • rechtliche Verantwortung für Umsetzung, Mittelverwendung und Nachweisführung

Die 1. konstituierende Sitzung der Steuerungsgruppe fand am 13.12.2022 statt. Die Steuerungsgruppe ist mit Vertreter:innen aus Handlungsträgern der kommunalen Verwaltung, der Bürgerschaft und zivilegesellschaftliche:n Akteur:innen besetzt. Sie beraten einmal im Quartal den Konfliktbearbeitungsprozess vor Ort und die Umsetzung der Ziele.

Ansprechpersonen:

Jan Düsterhöft (lokaler Prozessbegleiter für die Stadt Greifswald)
Tel.: 0176 86281412
kontakt@kokoma-greifswald.de

Luca Gefäller (externer Prozessbegleiter für die Stadt Greifswald)
prozessbegleitung-kokoma@stiftung-spi.de



Grafik: © Bert Odenthal, www.odenthal-design.de